„Hunderte freie Journalisten wurden genötigt, einen »Offenen Brief« des WDR zu unterschreiben. Der öffentlich-rechtliche Sender will sich damit vom Vorwurf reinwaschen, er sei bloß ein Staatsfunk, der unter politischem Druck einknickt. Jetzt kommt heraus: Viele Journalisten verweigerten ihre Unterschrift. Sie nannten das Schriftstück »Halbwahrheit«. Ein interner Streit zeigt die Abgründe im Kölner Funkhaus: Bei uns »gibt [es eine] glasklare Regierungsregie« und »Selbst-Zensur«

Es bricht aus immer mehr öffentlich-rechtlichen Journalisten heraus: Wir sind eben doch nicht so frei, wenn es ums Berichten geht. Es gibt sie, die Zensurschere im Kopf – gerade wegen der Flüchtlingskrise und Merkels alternativloser Willkommenskultur. Die freie WDR-Journalistin Claudia Zimmermann machte am Montag den Anfang. Sie beichtete im niederländischen Radiosender L1: »Wir sind natürlich angewiesen, pro Regierung zu berichten.«

Damit löste sie ein Erdbeben aus. Ihr Haussender wackelt immer noch und betreibt Katastrophen-Management: Zimmermann wurde in einer Presserklärung des WDR als unzurechnungsfähig und verwirrt bloßgestellt. Der Sender verbreitet auch das Märchen, die holländischen Journalisten hätten Zimmermann quasi gefoltert – also unter Druck zu diesen Aussagen genötigt. Wer sich das Radio-Interview anhört, merkt davon nichts. In Limburg war es so entspannt, da klapperten sogar die Kaffeetassen!

Jetzt legte – die tagelang untergetauchte – Zimmermann in einem Interview mit der Rheinischen Post nach: »Natürlich habe ich Angst, dass ich entlassen werde.« Und weiter: »Unausgesprochen haben sich fast alle Journalisten über Jahre einen Maulkorb auferlegt, so wie auch die Polizei und die Politik. Wir haben doch alle die Tatsachen verschwiegen. […] Wer wollte denn Merkel stoppen, als sie so mutig vorpreschte? Ich habe doch nur ausgedrückt, was alle wussten. […] Ich habe das eben so empfunden, dass man als Journalist in diesen Monaten, als die Flüchtlinge kamen und manche dann auch straffällig wurden, nicht allzu kritisch berichten sollte.«

Ein WDR-Freier sagt: Es gibt »die glasklare Regierungsregie: Interviews mit der Kanzlerin lässt die vor Ausstrahlung von ihrem eigenen Personal abnehmen. Man könnte auch Zensur dazu sagen.« Darauf reagiert ein anderer: »Wenn sich die ARD von der Regierung das OK holt, ist das eine Form von Zensur. Die ARD müsste es nicht mitmachen, aber sie tut es. Sagen wir also Selbst-Zensur.« Weiter in der Liste: Es gebe »keine Zensur wie in der DDR. In der BRD läuft das anders.«

…“

Hier weiterlesen:

Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/markus-maehler/skandal-um-persilschein-des-wdr-journalisten-sprechen-doch-von-zensur-und-einflussnahme-beim-ard-.html

Advertisements