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So nach und nach erfuhr ich, unter anderem durch meine intensiven Studien über Rousseau, die französischen Freimaurer und die Aufklärung und nicht zuletzt durch meine jahrelangen Parisaufenthalte, dass das „Ancien Régime“ ein für seine Zeit fortschrittlicher Rechtsstaat war und sein Herrscher Ludwig XVI, jener lange Zeit als dekadenter „Tyrann“ geschmähte Mann ein liberaler, weltoffener und fortschrittlicher König war, der möglicherweise sein Land im Laufe der Zeit nach englischem Vorbild in eine konstitutionelle Monarchie umgewandelt hätte.

Er unterstützte die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung, umgab sich mit klugen Köpfen wie Marie-Joseph Motier, Marquis de La Fayette und gab am Vorabend der Revolution sogar die Einwilligung zu einem auf breiter Basis ruhenden Parlament, der „Nationalversammlung“. Im Grunde genommen war die so genannte „Revolution“ der Endpunkt eines langsamen Umwandlungsprozesses, der bereits zu Rousseaus und Voltaires Zeiten eingesetzt hatte.

Die Erstürmung des leeren alten Staatsgefängnisses am 14. Juli gleicht daher einer Farce, erinnert samt seinen Hauptdarstellern an ein politisches Kasperletheater. Der französische Adel – bereits zu Zeiten des Sonnenkönigs politisch bedeutungslos – hat sich sprichwörtlich selbst abgeschafft. Das klingt fast nach Sarrazins Erfolgsbuch „Deutschland schafft sich ab“ und in der Tat sind die Parallelen zwischen dem dekadenten Ancien Régime und den Salonkommunisten der Spätmoderne, die in einer Art Todessehnsucht Europa mit muslimischen Wirtschaftsflüchtlingen fluten, beängstigend.

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Quelle: https://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2016/07/15/revolution-fuer-den-arsch-oder-was-geschah-wirklich-am-14-juli-1789/

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