„Als ich dieses Buch zum ersten Mal las, musste ich erstaunt und nicht weniger beschämt zur Kenntnis nehmen, dass mein bis dahin abgespeichertes Wissen um die Geschichte des 20. Jahrhunderts markante Lücken aufwies. Wie die meisten der mit der „Gnade der späten Geburt“ gesegneten Kinder der ersten Nachkriegsgeneration habe ich das von meinen Lehrern auf dem Gymnasium und auf der Universität vermittelten Geschichtsbild für wahr und richtig angesehen. Die weiterführende Literatur, die mir damals empfohlen wurde, stellte dieses skizzierte Bild nicht infrage, sondern stützte es und malte es in den vorgegebenen Farben weiter aus. Alle waren sich einig. So musste es gewesen sein.

Nach der Lektüre von Peter Haisenkos Buch war mir klar, dass mir ein recht schiefes, fehlerhaftes Bild vorgegaukelt wurde, ein Bild, bei dem an mehreren Stellen die Perspektive nicht stimmte. Und wenn die Perspektive nicht stimmt, taugt das ganze Bild nichts – mögen die Farben noch so schillernd sein. Die Lehrer, die zur Veröffentlichung zugelassenen Historiker und nicht zuletzt die Medien hatten in den frühen Jahrzehnten nach Kriegsende keine andere Wahl, als die von den alliierten Siegermächten vorgegebene „Wahrheiten“ kritiklos weiterzugeben. Der anständige Deutsche sollte endlich eine klare Vorstellung davon bekommen, wer die Guten und wer die Bösen waren und sind, und keiner der mit dieser „reinen Lehre“ befassten Multiplikatoren wagte es, jenes Schwarz-weiß-Schema zu durchbrechen oder in Frage zu stellen. Zu groß war die Gefahr, seinen Job zu verlieren – und wer wollte das schon. Diesbezüglich gab es keine Unterschiede zwischen der BRD und der DDR – es wurde nur in anderen Farben gemalt.

…“

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Quelle: https://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2017/03/24/england-die-deutschen-die-juden-das-20-jhd-die-perfiden-strategien-des-british-empire/

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